Ätherische Öle für den Garten

Gesunde Pflanzen mit ätherischen Ölen

FOKUS: ätherische öle für den Garten

Ob Garten, Terrasse oder Balkon, wo auch immer man Pflanzen kultiviert, finden sich leider sehr bald diverse Schädlinge, die einem schnell die Freude nehmen. Die erste Reaktion ist dann leider oft der schnelle Griff zu den altbekannten Chemiekeulen. Es bedeutet aber keinen großen Aufwand, Schädlinge ohne Gift zu vertreiben, denn natürliche Mittel zeigen große Wirkung!

Das Pestizid Aktions-Netzwerk e.V. rät dazu, auf Gift zu verzichten, da die chemisch-synthetischen Mittel „gesundheitlich bedenkliche Rückstände hinterlassen und lange ausdünsten.“ Viele ätherische Öle verfügen über eine insektenabwehrende und pilzhemmende Wirkung. Diese machen ätherische Öle zu idealen und vor allem unbedenklichen Schädlingsbekämpfungsmittel!

Wir verwenden für unsere Anwendungen hauptsächlich Trägeröle, die von unserer Haut sehr gut aufgenommen werden und die sie zeitgleich auch pflegen. Das selbe Prinzip gilt auch für Pflanzen. Hier verwenden wir als Basis bzw. Träger natürliche Stoffe, die unsere Pflanzen schützen, pflegen und gesundes Wachstum fördern.

 

#NEEMÖL

Neemöl wird durch schonende Kaltpressung der Samen der Frucht des indischen Neembaumes gewonnen. Wichtig für die Verwendung bei Pflanzen ist ein Neemöl mit Emulgator zu kaufen, da erst dieser ein Vermischen des Öls mit Wasser zur Anwendung im Garten oder auf dem Balkon

möglich macht. Neemöl mit Emulgator kann sofort mit Wasser und ätherischen Ölen gemischt und angewendet werden. Meist werden die Blätter und Blüten der Pflanzen besprüht, allerdings ist auch eine Anwendung im Gießwasser möglich. Die Pflanzen danken es mit glänzenden, gesund aussehenden Blättern und Blüten.

ätherische Öle für den Garten

#EffEKTIVE MIKROORGANISMEN

Von Natur aus gestärkte Pflanzen sind stärker und widerstandsfähiger gegenüber Schädlingen und Pilzen. Effektive Mikroorganismen (EM) schaffen ein gesundes Milieu im Boden und auf der Blattoberfläche und sind daher ein ideales Trägerprodukt für ätherische Öle. Pflanzen, welche mit EM behandelt werden, entwickeln sich kräftiger, Keimen schneller und das Blühen, Fruchten, Reifen und die Ertragsqualität werden verbessert. Fäulnisbakterien wird die Lebensgrundlage entzogen, die Verrottung der organischen Rückstände (Laub, Pollen, Holz, alte Pflanzenteile usw.) wird beschleunigt und deren Geruchsbildung unterbunden. Die natürlich vorkommenden effektiven Mikroorganismen sind echte Allround-Talente und können fast schon als ‘Wundermittel’ bezeichnet werden.

Wichtig! Kaufe nicht die Urlösung, sondern die bereits verarbeitete EM aktiv Lösung. Diese kann ganz einfach mit ätherischen Ölen angereichert und mit Wasser verdünnt entweder. Besprühe damit deine Pflanzen und verwende diese Mischung als Gießwasser. Das Ergebnis wird dich überzeugen.

WELCHE ÄTHERISCHEN ÖLE HELFEN?

  • PEPPERMINT

Ameisen, Blattläuse, Käfer, Raupen, Falter, Spinnen, Flöhe

  • CEDARWOOD

Blattläuse, Schnecken, Rüsselkäfer

  • ROSMARIN

gegen Spinnmilben, Fliegen

  • OREGANO

gegen Läuse, falschen Mehltau und Rußtau

  • THYME

gegen Käfer, Nachtfalter – auch gegen Braunfäule bei Tomaten

  • BASIL

gegen Fliegen

  • GERANIE

gegen Lausarten, Schnecken

  • MELALEUCA

gegen Wolläuse oder andere Lausarten

  • LAVENDER

gegen Blattläuse, Raupen, Falter, Fliegen

  • ARBOVITAE

gegen Insekten allgemein

  • EUCALYPTUS

gegen Kakerlaken

  • PATCHOULI

gegen Schnecken, Rüsselkäfer, Kornkäfer

  • SPEARMINT

gegen Raupen, Blattläuse, Flöhe

  • FENCHEL

gegen Kartoffelkäfer und deren Larven

  • RAINFARN

gegen Rostpilzbefall

Was tun bei Läusen?

ätherische Öle gegen Blattläuse
ätherische Öle gegen Schildläuse

#BLATTLÄUSE

Optisch sind die Läuse sehr variabel. Sie werden etwa einen bis zwei Millimeter groß und erscheinen in schwarz, rot, gelb, grün, braun oder weiß. Die Insekten lassen sich daran erkennen, dass sie gerne in Kolonien an Pflanzen auftauchen. Dabei sitzen sie dicht gedrängt an den Trieben. Besonders häufig zu finden sind Blattläuse an Rosen, Hibiskus, Holunder, Johannisbeeren, Mangold, Chilipflanzen, Salate, Paprika, Zucchini, Gurke, Erdbeeren, Himbeeren, alle Arten von Kräutern, Apfelbäume, Kirschbäume usw.

Spülmittel gegen Blattläuse funktioniert sehr gut! Es macht die Oberfläche der Pflanzen so rutschig, dass die Läuse herunterfallen und erstickt sie zusätzlich. Es eignet sich sogar für den Einsatz an Rosen und Orchideen.

Mixtur zur Bekämpfung:

  • 5 Milliliter Spüli
  • 500 Millilitern kaltes Wasser
  • 5 Tr. Oregano, Lavendel …

Mischen und kräftig besprühen. Eine Wiederholung nach wenigen Tagen kann nötig sein.

 

#SCHILDLÄUSE

Schildläuse sind eine bestimmte Art von Blattläusen. Geschützt unter einem harten, flachen Panzer sitzen sie an Pflanzen, stechen sie an und ernähren sich von den Pflanzensäften. Haben sie sich einmal unter ihrem Panzer festgesetzt, können sich die Schildläuse nicht mehr fortbewegen. Besonders oft werden Pflanzen von Schildläusen befallen, wenn sie geschwächt oder gestresst sind. Wie Spinnmilben treten Schildläuse daher besonders oft im Winter auf. Häufig befallene Zimmerpflanzen sind zum Beispiel Orchideen, Zitruspflanzen, Palmen, Ficus-Pflanzen, Lorbeer oder Sukkulenten. Im Garten sind vor allem Obstbäume gerne befallen.

Mixtur zur Bekämpfung

  • etwas Speiseöl (z. B. Raps- oder Sonnenblumenöl)
  • 5 Tropfen Geranienöl, Lavendelöl, …

anreichern und auf die Pflanze tupfen. Das Öl erschwert den Schildläusen das festklammern und der Duft der ätherischen Öle macht die Pflanze für die Läuse absolut uninteressant.

 

#WOLLLÄUSE

Wollläuse schwächen die Pflanzen durch Saugtätigkeiten an Blättern, Stängeln und Wurzeln. Gleichzeitig scheiden Wollläuse mit ihrem Speichel Gifte ab, wodurch Vitalität und Wachstumsprozesse der betroffenen Pflanze beeinträchtigt werden. Die kleinen Tierchen sind an den kleinen, weißen Gespinsten gut zu erkennen. Die Blätter der von Wollläusen befallenen Pflanzen verfärben sich gelb, rollen sich ein und fallen schließlich ab. Bevorzugte Pflanzen der Wollläuse sind krautige Natur- und Zimmerpflanzen.

Was tun?

Bei einem Befall sollten die betroffenen Pflanzen umgehend isolieren und von kranken Pflanzenteilen befreit werden. Die “Quarantänestation” sollte möglichst hell und kühl sein.

Mixtur zur Bekämpfung:

  • 15 Millilitern Spiritus
  • 1 Liter Wasser
  • 15 Millilitern Kernseife
  • 5 Tr Melaleuca

Alle 2-3 Tage besprühen!

Was tun bei Pilzbefall?

ätherische Öle gegen Pilzbefall
ätherische Öle gegen Pilzbefall
ätherische Öle gegen Pilzbefall

#MASSNAHMEN BEI PILZKRANKHEITEN

Entferne betroffene Blätter sofort in die Restmülltonne. Besser wäre aber das Verbrennen, denn die Sporen überwintern auch in der Erde und tauchen so im nächsten Jahr wieder auf.

Desinfiziere die verwendete Gartenschere und eventuell andere Gartengeräte mit kochendem Wasser oder Alkohol.

Ein ausreichender Pflanzenabstand sorgt für eine gute Luftzirkulation und lässt Blätter schneller trocknen. Dazu zählt auch das rechtzeitige Ausgeizen der Tomatenpflanzen, das nicht vor einem Regenguss erfolgen sollte.

Spritze vorbeugend und dünge rechtzeitig, aber nicht übermäßig. Achte bei Rosen auf möglichen Kaliummangel und dünge entsprechend (z. B. mit Kaffeesatz oder Rhabarber).

#SCHAFGARBE ALS DÜNGER

Schafgarbe verbindet Dünger und Spritzmittelfunktion in einem Mittel. Die Schafgarbe enthält einen hohen Anteil an Kieselsäure und Kali, die als stärkender Dünger auf das Zellgewebe wirken. Für dieses Mittel werden am besten nur die Blüten verwendet, denn sie enthalten zusätzlich ein ätherisches Öl, das eine keimhemmende Wirkung zeigt. Ernte ist Juni bis September. Dieses Spritzmittel wirkt auch gegen Pflanzenrost, Monilia und Kräuselkrankheit.

  • 20 g getrocknete Schafgarbenblüten
  • 1 Liter Wasser

Gib die getrockneten Blüten und Wasser in ein passendes Gefäß, lass es 24 Stunden durchziehen und siebe den Auszug anschließend über Sieb und Tuch ab. Den Pflanzenrest noch gut auspressen. Die Flüssigkeit verdünnt mit neun Teilen Wasser nach Bedarf anwenden.

Die schnelle Lösung:

  • 10 Tr Yarrow Pom Öl
  • 1 Liter Wasser

Mischen und sprühen oder gießen!

#NATRON                                         

Das Wundermittel Natron ist auch gegen Mehltau und Sternrußtau einsetzbar. Die einfache Grundmischung gegen Pilzkrankheiten besteht aus Natron und Wasser, die mit ätherischen Ölen gezielt verstärkt werden kann.

  • 2 TL Natron
  • 1 Liter Wasser
  • 2 Tr Oregano oder Rainfarn

Vermische die Zutaten, fülle die Flüssigkeit in die Sprühflasche und spritze deine Rosen alle 10 Tage.

OREGANO:

  • falscher Mehltaubefall
  • Rußtaubefall

RAINFARN:

  • Rostpilzbefall

 

 

Gieße nie auf die Blätter, sondern auf den Boden. Verwende daher keinen Rasensprenger zum Bewässern von Pflanzen!

Was tun bei Schnecken?

Sie fressen sich durch Salatköpfe und vertilgen über Nacht ganze Blumenbeete. Schnecken

bringen jeden Hobbygärtner auf die Palme. Zum Glück gibt es aber eine Menge natürlicher Ansätze Schnecken (auch die gefräßigen Nacktschnecken) von den Beeten fernzuhalten! Einige erprobte Maßnahmen findest du hier:

1. Schnecken mit Gerüchen vertreiben

Schnecken mögen keinen Knoblauch, Zwiebeln und auch keine mediterranen Kräuter. Wer z. B. Thymian ringförmig rund um das Gemüsebeet pflanzt, hält die meisten Schnecken auf Distanz. Ätherische Öle wie z. B. Rosmarin, Lavendel oder Thymian können hier gezielt dem Gießwasser zugefügt werden und vertreiben sehr erfolgreich mit ihrem Duft die meisten Schnecken. ACHTUNG! Basilikum schmeckt den Schädlingen besonders gut, hier muss extra aufgepasst werden!

2. Beete morgens gießen

Abends kann Feuchtigkeit im Beet nicht immer gut abtrocknen. Daher ist es besser, frühmorgens zu gießen und Nacktschnecken so die Möglichkeit zur Nahrungssuche zu nehmen.

3. Schnecken mögen es feucht, Beete also nicht mulchen

Schnecken brauchen viel Feuchtigkeit zur Fortbewegung. Daher sollten Hobbygärtner dafür sorgen, dass der Boden um gefährdete Pflanzen immer gut abtrocknen kann, indem er offenbleibt und nicht oder nur sehr dünn mit Mulch bedeckt ist. Alle zwei bis drei Tage zu gießen ist besser, als den Boden ständig feucht zu halten.

6. Schnecken in Verstecke locken …

Man verteilt zum Beispiel umgedrehte Tontöpfe, die Schalen von Orangenhälften oder große Rhabarberblätter im Garten. Nach geraumer Zeit sammeln sich die Schnecken darunter und man kann sie dann ganz einfach einsammeln. Das ist auch der beste Tipp gegen die eingeschleppte, massenhaft auftretende spanische Wegschnecke.

7. … und weit weg wieder freilassen

Es hilft tatsächlich, Schnecken einzusammeln und sie über den Zaun zu werfen. Das Ergebnis einer Studie der britischen Hochschule Queen Mary University of London fand heraus, dass Schnecken, welche mindestens 20 Meter weit entfernt werden, nicht mehr zu ihren Ausgangspunkt zurückfinden können.

 

Hausmittel gegen schädlinge im garten

#SEIFE und KAFFEE gegen BLATTLÄUSE

5 ml Spüli mit 500 ml Liter Wasser und 5 Tr Oreganoöl mischen und die betroffenen Stellen damit einsprühen. Bei Bedarf ab und zu wiederholen.

Oder einen starken Kaffee mit einigen Tropfen Spülmittel und einigen Tropfen Oreganoöl vermengen und die Pflanzen damit einsprühen.

#MILCH gegen MEHLTAU         

Ist eine Pflanze befallen, müssen die betroffenen Blätter umgehend entfernt werden. Der Rest der Pflanze kann mit Milch behandelt werden! Etwas frische Kuhmilch im Verhältnis 1:8 mit Wasser mischen, mit 5 Tropfen Oreganoöl anreichern und die betroffene Pflanze damit besprühen. Diesen Vorgang regelmäßig wiederholen.

#SÄGESPÄNE gegen SCHNECKEN

Wer seine Pflanzen im Garten vor Schnecken schützen will, kann zusätzlich zu den bereits erwähnten Methoden auch zu Sägespäne greifen. Sägespäne um die Pflanze verteilt bildet eine natürliche Barriere, die es den Schnecken sehr schwer macht, an die Pflanzen zu gelangen.

#ZITRONE und VASELINE gegen AMEISEN

Ameisen können den Geruch von Zitrone nicht besonders leiden. Daher lohnt es sich, Zitronenschalen auf der Erde zu verteilen und die Pflanze zusätzlich mit Zitronenöl angereichertem Wasser zu besprühen. Mixtur: 5 Tropfen ätherisches Zitronenöl auf 500 ml Wasser.

Wer in Balkonkästen oder Blumentöpfen mit Ameisen zu kämpfen hat, kann auch auf die Allzweckwaffe Vaseline zurückgreifen. Damit eingeriebene Töpfe erschweren den Ameisen den Aufstieg.

#KARTOFFELWASSER gegen ALGEN

Tontöpfe sind im Trend! Jedoch sind diese nicht beschichtet und sehen daher relativ schnell nicht mehr schön aus. Bereits nach kürzester Zeit machen sich Algen breit und bilden grüne Schlieren auf Unter-, Innen- und Außenseite.

Um die Töpfe wieder ansehnlich zu bekommen, kann einfach Kartoffelwasser (Wasser, in dem zuvor Kartoffeln gekocht wurden), verwendet werden. Damit über die Algenbeläge schrubben. Schon sehen die Töpfe wieder aus wie neu.

#ÄTHERISCHE ÖLE und KOKOSÖL gegen ZECKEN

Wer viel im Garten arbeitet, sollte sich unbedingt vor Zecken schützen. Ein natürliches Mittel zur Abwehr ist Kokosöl, zusätzlich angereichert mit ätherischen Ölen. Kokosöl enthält Laurinsäure, welche in Studien über 80 Prozent der Zecken abstoßen konnte. Zusätzlich dazu empfinden Zecken den Geruch von Lavendel, Eukalyptus oder Thymian als sehr störend. Die Kombination aus Kokosöl und diesen ätherischen Ölen ist daher sehr wirksam.

 

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Ätherische Öle für einen gesunden Garten

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